Release Notes 3.0 – 15.12.2025

Hinweis zur Installation

Wird vs | studio bzw. vs | mate über eine bestehende Version installiert (Update durch Überschreiben), funktionieren bestehende Desktop-Icons oder manuell erstellte Shortcuts unter Umständen nicht mehr. Diese müssen manuell gelöscht und bei Bedarf neu erstellt werden.

1 Was ist neu?

1.1 Neue Funktionen / Erweiterungen
1.1.1 Komplette vs | plus-Parametrierung

Mit vs | studio in der Ausprägung mango ist erstmals auch die eigenständige Parametrierung von vs | plus möglich: Parameter können nun nicht nur vom vs | plus – Assistenten automatisch erstellt werden, sie können auch direkt eingegeben oder angepasst werden. Damit sind vs | plus – Neueinsteiger wie auch -Experten in der Lage optimale, verkehrsabhängige vs | plus – Steuerungen zu parametrieren.

1.1.2 MAP-Datei erstellen

Mit vs | studio mango ist nun auch offiziell die Möglichkeit gegeben C-ITS MAP-Dateien nach CROADS bzw. DiMap-Richtlinie zu erstellen. Mit vs | studio können Sie jedoch nicht nur eine MAP-Datei erstellen. Sie erhalten auch die zugehörige kml-Datei, um diese in einem Visualisierungs-Werkzeug Ihrer Wahl (z.B. Google Earth) betrachten zu können.

1.1.3 Alle bisherigen Funktionen vereint

Mit dem Release 3.0 (d.h. vs | studio cherry & kiwi & mango) sind erstmals alle bisherigen Features in einer einzigen Edition vereint:

  • Knotenverwaltung
  • Import OIVD
  • MAP/C-ITS
  • Planen/Parametrieren von vs | plus Lichtsignalsteuerungen
  • Testen und die Möglichkeit der Simulation
  • Export bzw. Versorgung von Steuergeräten

1.1.4 Vorbereitung für Zwischenzeiten-Berechnung

Für die MAP-Datei-Erstellung werden unter anderem Fahrlinien, Verkehrsarten und Konfliktpunkte benötigt. Diese Objekte sind auch für die Zwischenzeiten-Berechnung notwendig. Im vs | studio mango Release 3.0 ist nun alles vorbereitet (Kachel Topologie), um die Applikation mit der Zwischenzeiten-Berechnung zu ergänzen.

1.1.5 Gute Basis für open vs | plus

Auch für die Skripting-Möglichkeiten in „open vs | plus“ sind in Version 3.0 Vorbereitungen getroffen worden. Diese Funktionalität wird – ähnlich wie die Zwischenzeitenberechnung – in einem späteren Release nachgeliefert. Mit ihr wird es möglich sein, die bereits heute sehr umfangreichen Standardfunktionen von vs | plus durch benutzerdefinierte Logiken, Automatisierungen und Erweiterungen zu ergänzen.
Damit entsteht ein offenes, flexibel erweiterbares System, das sich noch besser an projektspezifische Anforderungen anpassen lässt und den Anwendern neue Freiheiten in der Gestaltung ihrer Verkehrssteuerungen bietet.

2 Verbesserungen / Vorteile für Nutzer

2.1 Flexibilität

Gegenüber der klassischen vs | workSuite bietet vs | studio eine ganze Reihe von Verbesserungen und modernen Arbeitsmechanismen:

  • vs | plus Assistent – erweiterte Intelligenz auf Knopfdruck
    Der integrierte vs | plus Assistent ermöglicht es, mit nur einem Klick eine erste verkehrsabhängige vs | plus-Steuerung zu generieren. Im Release 3.0 wurde der Assistent nochmals erweitert und verfeinert. Damit entstehen praxis- und strassentaugliche Ergebnisse, die als solide Basis für die weitere Parametrierung dienen.
  • Kachelbasierte Navigation & Validierung – schneller Überblick, weniger Unsicherheiten
    Die moderne Navigation mit Kacheln und klaren Status-Icons erleichtert das Arbeiten erheblich. Anwender erkennen sofort, welche Elemente noch definiert werden müssen, wo Parameter fehlen oder fehlerhaft sind und welche Abhängigkeiten bestehen. Dadurch wird das Planen und Parametrieren von vs | plus intuitiver, sicherer und letztlich transparenter.
  • Import bestehender Versorgungen – flexibel, robust und Dritthersteller-tauglich
    Bestehende vs | plus-Versorgungen lassen sich bequem importieren, anpassen und optimieren. Ebenso können Grundversorgungen anderer Tools oder Hersteller übernommen werden, sofern diese als OIVD-Datei im OCIT-C-Format vorliegen. Selbst teilweise ungültige OCIT-Dateien können in vs | studio mango bis zu einem gewissen Grad korrigiert und anschliessend importiert werden. Für die grossflächige Übernahme vieler Knoten in einem einzigen Schritt (Bulk-Jobs) wird künftig
    vs | pioneer zur Verfügung stehen – diese Applikation wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.
  • Export gültiger OIVD-Dateien
    Selbstverständlich kann vs | studio vollständig gültige OIVD-Dateien erzeugen – sowohl mit als auch ohne vs | plus Parametrierung. Dadurch bleibt die Weiterverarbeitung in anderen Werkzeugen oder bei Projektpartnern jederzeit gewährleistet.
  • Integrierter Testplatz & Simulation – umfassend prüfen, bevor es in den Echtbetrieb geht
    Der in vs | studio integrierte Testplatz bietet bereits heute umfangreiche Möglichkeiten, eine Parametrierung zu überprüfen und Fehler frühzeitig zu erkennen. Soll eine Steuerung zusätzlich in einem Simulationstool wie PTV Vissim getestet werden, können die dafür notwendigen Versorgungsdateien direkt aus vs | studio erstellt werden. Für die Simulation wird ein vs | plus Emulator benötigt – dieser steht mit der neu veröffentlichten Applikation vs | mate ebenfalls schon zur Verfügung.
  • Optimiertes Reporting – ein echtes Novum im Verkehrsingenieurwesen
    Das Reporting wurde im Flavour „mango“ umfassend weiterentwickelt und setzt nun neue Massstäbe. Besonders herausragend ist die komplett neue Funktion zum Vergleichen von Knotenversionen – ein Feature, auf das viele Anwender gewartet haben. Die Möglichkeit, Unterschiede automatisch farblich hervorzuheben, macht den Versionsvergleich überraschend intuitiv und enorm effizient. Ob zur Qualitätssicherung, zur Dokumentation oder zur Abstimmung mit Projektpartnern: Die neuen Vergleichs-Reports liefern in Sekunden, was früher mühsam manuell zusammengesucht werden musste. Selbstverständlich lassen sich weiterhin alle Parameter, Tabellen und Grafiken als Einzel- oder Gesamtreport bequem in PDF oder Word speichern.

2.2 Bugfixes gegenüber dem Flavour kiwi

Mit dem Flavour mango haben wir einige Rückmeldungen und eigene Feststellungen aus dem Einsatz von kiwi aufgenommen und zeitnah behoben. Dabei standen insbesondere Themen wie Jaut-Verhalten, Versorgungsfehler, Reporting sowie Ein-/Ausschaltsequenzen im Fokus. Zusätzlich wurde die allgemeine Performance und Stabilität weiter verbessert, um einen zuverlässigen Planungs- und Parametrierungsprozess zu gewährleisten. Damit profitieren nun Anwender von einer weiterhin robusten Arbeitsumgebung.

3 Warum ist dieses Release wichtig?

Mit der Version 3.0 geht vs | studio den nächsten grossen Schritt und entwickelt sich endgültig vom Planungs- und Test-Tool zu einem vollwertigen Verkehrsingenieursarbeitsplatz. Gleichzeitig markiert dieses Release den Beginn der Ablösung der langjährig bewährten vs | workSuite, die bisher in vielen Projekten für die vs | plus-Parametrierung eingesetzt wurde.

Die vs | workSuite wurde per 31.12.2025 offiziell abgekündigt, und es werden keine Weiterentwicklungen mehr daran vorgenommen. Damit ist nun die Zeit nahe, für bestehende vs | plus-Parametrierer den Umstieg auf vs | studio und vs | mate zu planen. Dieser Übergang kann schrittweise erfolgen – unterstützt durch die dafür bereitstehenden E-Learning-Kurse (Englisch sofort verfügbar, Deutsch ab Q1/2026).

Mit dem Flavour mango legen wir zudem den technischen Grundstein für kommende Erweiterungen, darunter VMod und „open vs | plus“. Dadurch wächst vs | studio zu einer zukunftsfähigen, erweiterbaren Arbeitsumgebung heran, die langfristig alle Anforderungen an Planung, Parametrierung und Test in einem einzigen Werkzeug vereint.

4 Ausblick

Eine der nächsten Versionen wird vs | studio um die zentrale Funktion der Berechnung von Zwischenzeiten erweitert. Diese kann künftig sowohl vollständig «standalone» genutzt werden – ideal, um Zwischenzeiten samt zugehöriger Grundversorgung (Signalgruppen, Fahrbeziehungen, Verkehrstypen usw.) aufzubereiten und an andere Verkehrsplaner oder Partner weiterzugeben. Gleichzeitig können die berechneten Zwischenzeiten direkt als Grundlage für die vs | plus-Parametrierung verwendet werden, wodurch sich Planungs- und Parametrierungsprozesse deutlich effizienter verzahnen. So entsteht ein flexibler Workflow, der unterschiedliche Projektabläufe optimal unterstützt und Doppelspurigkeiten bzw. Medienbrüche verhindert.

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